Donnerstag, 18. März 2021

Wenn Partikel der Geschäftigkeit auf GRUND UND BODEN treffen,


Foto: Hans Georg Zimmermann, Balingen 2013

dann befinden wir uns ab Samstag, den 27. März 2021 in Frankfurt am Main und mitteninne von zwei künstlerischen Interventionen in den öffentlichen und partiell hessichen Raum -

mitteninne von zwei Interventionen von vier Künstler*innen im Beuys Jubiläumsjahr 2021.

(Boys are us................................................................................................................................................................all)

Haike Rausch, Torsten Grosch und Susanne von Bülow sowie Ruppe Koselleck zeigen im Gallus und Europaviertel - zwei performative Aktionen, zu denen es wie folgt im Pressetext heißt.

Laut Eugen Blume, dem künstlerischen Leiter des Jubiläumsprogramms „Beuys 2021“ in NRW, glaubte Beuys, dass man die Gesellschaft von der Kunst her verändern kann. Für Beuys sei Kunst sogar die „letzte Möglichkeit, die Missstände und Widersprüche in der Gesellschaft zu heilen“. Dieser Grundgedanke erscheint in der derzeitigen Krise aktueller, denn je. Als Künstlern, die in ihrer Arbeitsweise starke Bezugspunkte zur sozialen Plastik haben und eine prozesshafte Arbeitsweise verfolgen, erscheint uns das Jubiläumsjahr von Joseph Beuys der richtige Zeitpunkt für unsere performativen Interventionen im öffentlichen Raum.

Kein städtischer Bereich unterliegt derzeit einem so rasanten Wandel, wie das Gallus- und das angrenzende Europaviertel. Ein passender Ort also, um die Zukunft unserer Städte mit künstlerischen Mitteln zu befragen.
 
Quelle: Bodenrichtwerte, kommunaler Gutachterausschuss 2016
 
Kommunale Gutachterausschüsse ermitteln nach den örtlichen ökonomischen Bedingungen und Gegebenheiten die Quadratmeterpreise und legen damit für jeweils ein Jahr den Wert des Grund und Bodens fest, den man zu bezahlen hat, so man denn dort bauen will, kann oder darf…Die Brisanz dieser Wertfindung, die eine „Lage“ zu einer guten oder zu einer schlechten macht, ist evident. Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck – betreiben eine künstlerische Unternehmung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Lageprozesse in Form von quadratmetergroßen Drucken abzubilden.

 Foto: Hans Georg Zimmermann, Balingen 2013
 
Mittels Planierwalzen, Filzen, schweren Bütten, dem Dreck der Straßen und einer feinen Pigmentierung erstellen beide Künstler Drucke vor Ort, zu den Preisen der ausgewiesenen Lagen.

Denn nicht der Künstler
– die Lage macht den Preis.


Mit dieser performativen Bodenrichtwertuntersuchung bilden sie den Wert von Grund und Boden auf Quadratmeter großen Drucken ab, deren Verkaufspreise durch den jeweiligen Bodenrichtwert bestimmt werden. In Frankfurt/M lag 2010 lag die Langhainer Straße noch bei 400,- Euro und das Gebiet um den Tel Aviv Platz war noch nicht gutachterlich ausgewiesen. 2016 taucht das Gebiet um den Tel Aviv Platz mit 1400,- auf, nur um 2018 auf Euro 2.500,- und 2020 auf 3.300,- anzusteigen.... eine spannende Steigerungsrate im Viertel. Der Spitzenwert in Frankfurt beläuft sich am 1.1.2020 bei Euro 45.000,- auf der Zeil.
Der Quadratmeter Grund und Bodendruck entspricht exakt dem kommunalen Bodenrichtwertpreis.
 
Partikel der Geschäftigkeit
431art (Haike Rausch und Torsten Grosch)
 
Mit „Partikel der Geschäftigkeit“ fragen 431art – Haike Rausch und Torsten Grosch – danach, welche Mischung von Aktivitäten wir künftig in Frankfurt/M brauchen?  Dazu begeben sie sich auf eine performative Spurensuche und untersuchen sie Spuren von Aktivitäten im öffentlichen Raum. Als Zeugnis städtischen Lebens richten sie ihren Blick dabei auf die sogenannten Kleinstpartikel des Gallus- und Europaviertels.

Denn der Wert des Bodens wird bestimmt, durch das,
was darauf stattfindet und künftig darauf stattfinden kann.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch und möchten Sie bitten sich über die virale Lage vorab und vor Ort zu informieren und auf die Abstände zu achten.
 
GLÜCK AUF bald
und vielleicht schon an einem Samstag, den 27. März 2021
zwischen Gallus und Europaviertel, wenn es wieder heißt,
 
 
Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
 
Daten der Doppelaktionen u.m. in Frankfurt / Main

Performance Grund und Boden Planierwalzendrucke zu Bodenrichtwertpreisen
(von Bülow und Koselleck)
Sa 27. März 2021, Gallus- und Europaviertel
Route: Langenhainer Straße über die Idsteiner / Schneidheiner Straße / Kameruner Rosengärtchen zum Tel Aviv Platz.

Performance Partikel der Geschäftigkeit (Grosch und Rausch – 431art)
Performative Spurensuche und Intervention
Sa 10. April 202, Gallus- und Europaviertel
Route entlang: Frankenallee, Mainzer Landstraße, Güterplatz, Europa-Allee.

Eröffnung der Schaufenster Ausstellung
Samstag, 27.3.2021 von 17:00 Uhr - 19:00 Uhr in Anwesenheit der Künstler*innen

Präsenzzeiten Ostersonntag, 4. 4. und So, 11. 4. 2021 von 14:30 - 17:00 Uhr
So 18. 4.l 2021 von 14:00 - 17:00 Uhr und nach Vereinbarung 0176-53 53 21 58

Künstler*innengespräch Sonntag, 18. April von 15:00 - 16:30 Uhr.
Die Gesprächsform wird den aktuellen Pandemiebestimmungen angepasst und kurzfristig bekannt gegeben

Ausstellungsende So 18. 4. 2021, 17:00 Uhr


Ausstellungsraum „Be Poet“, Langenhainer Straße 26 Ecke Idsteinerstr. 60326 Frankfurt/M

Realisiert mit freundlicher Unterstützung von: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main sowie der Helmut Hein GmbH.
 
 
      

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