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Dienstag, 22. November 2016

Periphere Drucke aus dem zentralen Berlin





Grund und Boden inventarisiert gerade seine Planierwalzendrucke und stößt dabei auf Berlin und genauer dort auf Marzahn und noch genauer auf Kaulsdorf-Nord und dann dort auf die Ernst-Bloch-Straße. Ein wunderschöner Schwarz-Weiß Druck von einem echten Ost-Gulli...

Wir druckten uns 2014 im Projket UNTERGRUND mit der NGBK über fünf Kilometer entlang der U-Bahnstationen im Osten der Stadt und begannen dort, wo moderne Marketing Strategien nur noch von der HELLEN MITTE reden.

Das Bodenrichtwertniveau bewegte sich vor Ort von 130 bis 700 Euro am Spreecenter - und so auch die Drucke. Sechs davon sind aktuell noch verfügbar - unschlagbar günstig und ab sofort hier eingestellt.

Entscheiden Sie selbst, welcher Quadratmeter Grund und Boden als Planierwalzendruck in Ihre vier Wände kommen sollte. Wer also unsere Drucke aus Berlin zum Preis des Bodenrichtwertes von 2014 erwerben will, sollte jetzt einsteigen und unsere Kunst zum Ortstarif einkaufen. Denn eins steht fest - aktuell steigen die Preise für Gründe und Böden - wohin mit all dem Geld? Zu uns!


DENN NICHT DER KÜNSTLER - DIE LAGE MACHT DEN PREIS.

(Hätten wir doch auf dem Pariser Platz gedruckt zum Preis von 25.500 Euro den Quadratmeter Boden und entsprechend auch dem Quadratmeter Kunst.....dann...)

Infos zum Druckvorgang finden Sie auf einer Dokumentation in der Youtube hier.

Mit spekulativen Grüßen

Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck
für GRUND UND BODEN
 



Alice Salomon Platz, Helle Mitte, Berlin 2014 - 360 €/m²

Alice Salomon Platz, Helle Mitte, Berlin 2014 - 360 €/m² (Rückseite !)


Alice Salomon Platz, Helle Mitte, Berlin 2014 - 360 €/m²


Hellersdorfer Straße, Berlin 2014 - 130 €/m² - vk



Hellersdorfer Straße, Berlin 2014 - 130 €/m²


Richtwertzonengrenze (!) Spreecenter 700 €/m² und Kauldorf-Nord 130 €/m², Berlin 2014 -
in Flächen verteilt: 415 €/m²


Richtwertzonengrenze (!) Spreecenter 700 €/m² und Kauldorf-Nord 130 €/m², Berlin 2014 -
in Flächen verteilt: 415 €/m²
Ernst-Bloch-Straße, Berlin 2014 - 130 €/m²

Freitag, 14. November 2014

Planierwalzendrucken in der Berliner Peripherie



Zwei kleine Filme von unserer Druckaktion in Marzahn-Hellersdorf zeigen das erste Planierwalzendrucken zu Grundstückspreisen in Berlin. Wir bilden den Grund und Boden zu den Quadratmeterpreisen nach der kommunalen Bodernrichtwertkarte auf Büttenpapier ab - für einen langen Drucktag am 25. Oktober 2014.

Der Boden zeigt sich dabei in seiner realen Größe auf Papier und in seinen spekulativen resp. gutachterlich festgelegten validen Bewertungsgrößen - staubig, städtisch und schön!

Die Bodenpreise tendieren noch niedrig vor Ort - aber steht eine Gentrifizierung zu fürchten, wenn die U5 erst bis zur Uni ausgebaut sein wird? Wann ist die Helle Mitte reif dafür?

Alice Salomon Platz, Berlin 360,- €/m², Grund und Boden Druck, Detail (Stadtwappen von Marzahn-Hellersdorf)

Früher oder später wird alles so schön hier, wie die Stadtwappen des neuen Kiezmarketings auf dem Boden des Alice Salomon Platzes .-)



Ein Druck hängt in der U5 - Station Kauldorf-Nord
- die anderen Drucke sind noch bis zum 6. Dezember 2014 in der station urbaner kulturen am Cecilienplatz 5 in 12619 Berlin ausgestellt. Die Station ist von Donnerstag bis Samstag von 15 - 19 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Es verbleiben Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
für  GRUND UND BODEN


Im Zentrum der Peripherie wird von
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunst im Stadtraum gefördert und findet im Rahmen von "Was ist draußen?" statt
- ein Projekt von Künstler/innen für Künstler/innen im Rahmen der Reihe "Kunst im Untergrund" der NGBK Berlin statt.

Sonntag, 9. November 2014

Erste Auswertung eines langen Drucktages in Hellersdorf

Grund und Boden Druck, U - Bahn Station, Kaulsdorf Nord, Bodenrichtwertniveau: 130,- €/m²
Am 25. Oktober 2014 sind wir von 11 bis 18 Uhr mit einer Planierwalze, Pigmenten, Filzen und schweren Büttenpapieren unterwegs in Berlin Hellersdorf entlang der U-Bahn Linie 5 vom Alice Salomon Platz bis zur Station Kaulsdorf Nord. Dort hängt unter der Brücke bis auf weiteres ein 6,15 x 1,25 m großer GRUND UND BODEN Druck, den zu besuchen wir Sie sehr herzlich einladen.

Grund und Boden Drucke - station urbaner kulturen, Berlin
Die weiteren entstandenen Drucke sind noch bis zum 6. Dezember 2014 in der station urbaner kulturen am Cecilienplatz 5 in 12619 Berlin ausgestellt. Die Station ist von Donnerstag bis Samstag von 15 - 19 Uhr geöffnet.

An dieser Stelle veröffentlichen wir einen ersten Lage-Bericht aus Marzahn - Hellersdorf: dem Zentrum des peripheren Berlins, jener "Hellen Mitte" im Grünen an den agrikulturellen Grenzen Brandenburgs zwischen Plattenbauten, Betonplatten, Kopfgestein, alten Gullis und neuen Bodenbelägen.
Morgens um 11 Uhr begann unser Drucktag am Alice Salomon Platz - dem deklarierten Herzstück der Hellen Mitte. Das saubere Erscheinungsbild eines frisch gepflasterten Platzes stellt sich uns als die steinharte Versuchung urbanen Kiezmarketings vor.

Alice Salomon Platz, Berlin 2014, 360 €/m²
Die Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte ergibt einen exakten Wert von 360,- Euro/m².

Das Bodenpreisniveau steigt am Alice Salomon Platz von 130,- (Hellersdorfer/ Stendaler Straße) auf 360,- Euro/m² an.
Grund und Bodendruck (Detail) - Alice Salomon Platz, Berlin 2014, 360 €/m²

Dekorative und mit dem Wappen von Hellersdorf verzierte Regenrinnen weisen auf das Bemühen, einen Platz zu gestalten und aufzuwerten.



Alice Salomon Platz
Das geringe Aufkommen von plattgetretenen Kaugummis auf dem Bodenbelag gibt uns einen Hinweis auf eine relativ hohe Sozialkontrolle (Das ist ein erstaunlicher Befund, da vor Ort eine Ausbildungsstätte für Sozialarbeit ist.).
Das Trottoir weist fast keine Schlaglöcher und Flickspuren des terristischen Belages auf.

Im spekulativen Wertgefüge wird der Quadratmeter vor Ort an Wert gewinnen, sobald die U5 bis zur Universität hin ausgebaut ist, und damit die Lage attraktiver wird.
 



Cottbusser Platz
Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte: 130 €/m²

Der zwischen dem Regine Hildebrand Park und dem Jelena Santic Friedenspark gelegene Cottbusser Platz verdient seinen Namen als Platz mangels adäquater Fläche nicht.
Ein ortstypischer Supermarkt mit Parkplatz ist dort gelegen. Die Radwegmarkierungen sind aufgebrochen, Reparaturen werden punktuell vorgenommen. Es ergibt sich ein seit Jahren angehäuftes Flickwerk unterschiedlichster Bodenbeläge.

Von der alten DDR Fußwegplatte über partiell darunter und daneben liegendem Kopfgestein sowie weiteren hier nicht weiter spezifizierten Gesteins- und Plattenlegungen reicht das Spektrum der versiegelten Oberfläche.

Abdrucke von Kronkorken und Zigarettenkippen verweisen auf den nahe gelegenen "Biergarten ab 18" und die mangelnde Pflege des Platzes -  umherfliegende Zettel "Nein zum Heim"  auf die umstrittene Existenz einer Flüchtlings- und Asylunterkunft.


Die Lage erscheint perspektivisch dennoch über dem Wert von 130,- Euro/m² taxierbar zu sein, da die großzügigen oben erwähnten Parkanlagen die Lage attraktiv machen könnten. Für die Mieter kann man nur hoffen, dass nicht allzu sprunghafte Preisentwicklungen ihr Portemonnaie belasten werden, die sich aus nationalen oder internationalen Investitionen, Ankäufen von Immobilien und Weitervermakelung ergeben werden.

U-Bahnhof
Neue Grottkauer Straße

 
Patz vor dem Bowlingcenter




Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte: Neue Grottkauer Staße / Feldberger Ring / Hellersdorfer Straße: 130,- Euro/m²

Unser großer sechs Meter langer Druck entsteht am Platz vor der Bowlingbahn.
Ein Platz der kein Platz mehr ist, weder Parkplatz noch Versammlungsort.  Ein 3,50 hoher Stein (Kunstwerk?) steht platzmittig. Zwischen den Betonplatten haben sich Pflanzen ihren Weg gebahnt, die sich im Grund und Boden Druck als sternenartige Abbildungen im Büttenpapier zeigen. Die Plattenlage ist unterbrochen von Kopfgesteinen, die ein linienartiges Ordnungsmuster über den Platz legen. Ein Gulli wird in den 6,15 x 1,25 Meter großen Druck integriert.




Hier befand sich zu DDR Zeiten eine Gastronomie und eine Fahrschule und der danebenliegende Konsum wurde durch einen Lidl ersetzt, wie uns eine Gruppe sichtlich gut eingespielter Rentner  beim Verspeisen eines gutbürgerlichen Essens in der Bowlingbahn verrieten. Es schien als habe der Ort sich geändert, die Besucher auch die alten sind jedoch geblieben. Bowlingbahn hin oder her.

Ein Steinwurf vom Feldberger Ring entfernt steigt der Bodenrichtwert von 130,- Euro/m² auf 140,- an und eine zwei- bis dreigeschossige Bebauung verweist auf die möglichen Entwicklungskapazitäten der Lage. Zieht man die historische Preisentwicklung von 2008 zu Rate stellt man fest, dass hier im "Wuhle Tal" / Feldberger Ring sich eine mäßige Preisbewegung zwischen 10 und 20 Euro Schritten ergab.



U-Bahnhof Kaulsdorf Nord 
Ortsbestimmung nach Bodenrichtwertkarte Cecilienplatz / Spreecenter: 130,- Euro/m² - 700,- Euro/m²

Cecilienplatz, Berlin, 130 Euro/m²
Das alte Einkaufszentrum liegt am Cecilienplatz (Albert Norden Straße), der inmitten großzügiger Plattenbauten angelegt ist. Die vorliegende mit Findlingen und Bepflanzungen, sowie Steinskulpturen gestaltete Fläche beherbergt auch einen Wochenmarkt sowie die station urbaner kulturen, wo die Grund und Boden Drucke gezeigt werden. Hier liegt das Preisniveau nach Bodenrichtwertkarte bei 130,- Euro/m² und es kann Leerstand in Ladenlokalen beobachtet werden.

Der Spreewaldcenter liegt auf der anderen Seite der U-Bahnstation Kaulsdorf Nord und zeigt sich als ein teures Pflaster, welches mit 700,- Euro/m² taxiert wurde. Der Gewerbegrund erscheint attraktiver und die kommerzielle Stadtentwicklung hat die Straßenseite der Hellersdorfer Straße vom Cecilienplatz hin zum Spreewaldcenter gewechselt.

Hellersdorfer Straße, Berlin 130 Euro/m²
Ob das perspektivisch so bleibt, ist in Frage zu stellen, zumahl der Wochenmarkt und die kleinen Restaurants am Cecilienplatz eine andere Entwicklung offenhalten. Die Eigentumsverhältnisse liegen bei großen Wohnbaugesellschaften resp. bei einem Investor für den Spreecenter.

Spreecenterdruck
Beim genauen Hinschauen erkennt man in der Mitte des Bildes ein Weißes Kreuz. Das Kreuz ist ein Abdruck einer Bodenrichtwertmarkierung und verweist auf die Grenze zweier Bodenrichtwertzonen.

Hier die des Spreecenters, der mit 700,- Euro/m² bemessen ist und das der Hellersdorfer Straße für 130.- Euro/m². Der ausgewiesene Preis für den Druck entspricht damit einem Mittelwert von 415,- Euro für den gedruckten Grund und Boden/m².

Ernst Bloch Straße 
Die beiden Drucke inmitten des Wohngebietes in Kaulsdorf am Cecilienplatz waren die letzten Drucke des Tages. Sie sind auch eine Hommage an zwei Gullis, die von der Geschichte des Viertels erzählen.

Einmal der belassene "Made in GDR" Gulli und dann ein weiterer Straßengulli, der aufgrund seiner Lochbreite wohl heute als unzulässig beschrieben werden muss.

Ernst Bloch Straße, Berlin 2014, 130 Euro/m² (Bauhausgulli)


Er überzeugt aufgrund seiner besonderen Schlichtheit und wird von uns als Bauhausgulli bezeichnet und markiert den vorläufigen Endpunkt der Auswertungen nach einem langen Drucktag durch Marzahn-Hellersdorf.

Demnächst mehr

Es verbleiben Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow
für  GRUND UND BODEN




Im Zentrum der Peripherie wird von
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunst im Stadtraum gefördert und findet im Rahmen von "Was ist draußen?" statt
- ein Projekt von Künstler/innen für Künstler/innen im Rahmen der Reihe "Kunst im Untergrund" der NGBK Berlin statt.

Montag, 6. Oktober 2014

Was ist draußen? ...und wo genau liegt das.


Wir bereiten gerade die nächsten Grund und Bodendrucke vor. Und leiden jetzt schon an den geringen Quadratmeterpreisen, zu denen wir drucken werden.
Grund und Boden druckt mittels Planierwalzen und Pigmenten den Grund und Boden zu den Preisen der kommunalen Richtwertkarte und kennzeichnet damit die hochwertigen Druckreliefs auf Büttenpapier.

Bodendruck aus Emsdetten im Hintergrund...

Sichtbar werden Linien, Flächen, Pflaster und Bodenstrukturen in ihrem fiktiven sowie validen Wertgebilde und -gefälle, das dem örtlichen Grund zumessen wird. Sichtbar wird ein Stück Berliner Boden, über den wir uns alltäglich bewegen.

Denn nicht der Künstler - die Lage macht den Preis.

Die nächste Druckperformance findet in Berlin - Marzahn statt.
Im Zentrum der Peripherie ...wo sonst.



In einer Druckperformance in vier Stationen präsentieren wir am 25. Oktober 2014 die Ergebnisse.
Start ist um11Uhr Hellersdorfer Str. / Ecke Stendaler Str. (U-Bhf. Hellersdorf)
12.30h: Hellersdorfer Str. / Cottbusser Platz (U-Bhf. Cottbusser Platz)
15h: Hellersdorfer Str. / Feldberger Ring (U-Bhf. Neue Grottkauer Str.)
17h: Hellersdorfer Str. / Spree Center (U-Bhf. Kaulsdorf-Nord)
18h: station urbanerkulturen, Cecilienplatz 5, 12619 Berlin


Prägedruck - Muster - hier: Mühlenstraße Drensteinfurt, Quadratmeterpreis: 200,- Euro
Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen

Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow für
GRUND UND BODEN

Im Zentrum der Peripherie wird von der Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Kunst im Stadtraum gefördert und findet im Rahmen von "Was ist draußen?" statt - ein Projekt von Künstler/innen für Künstler/innen im Rahmen der Reihe "Kunst im Untergrund" der NGBK Berlin statt.

Montag, 21. Juli 2014

Im Zentrum der Peripherie

Steigt man in Kaulsdorf Nord aus der U-Bahn und quert die Hellersdorfer Straße in Richtung des Clara Zetkin Platzes so steigen der Blutdruck und die Bodenrichtwerte der Investorenherzen und  Spekulationsnieren gen Spree-Center von 130 auf 700 Euro den Quadratmeter an.

Wir befinden uns dann im Zentrum des peripheren Berlins, am randständigen und abgeschnittenen Ende eines antiken Stadtplans der ungeteilten Hauptstadt: in Marzahn-Hellersdorf. Und genau hier am aktuellen Differenzwert von 570 Euros werden wir nach einigen Bodenbetrachtungen und Richtwertanalysen für GRUND UND BODEN tätig werden. Der Vergleichswert zum Pariser Platz ist mit 25.000 Euro den Quadratmeter ein klares Signal dafür, dass es hier in Hellersdorf noch Spielräume auszuloten gilt.

Mittels Planierwalzen und Pigmenten - sowie dem Dreck der Straßen - bilden wir den Boden zu Quadratmeterpreisen auf hochwertigen Büttenpapier ab. Und verkaufen das abgebildete Wertgefüge zu den ortsüblichen und gestrengen Preisen der aktuellen Bodenrichtwertkarte.


Denn nicht der Künstler - die Lage macht den Preis.

Voraussichtlich vom 23. - 25. Oktober 2014 sind wir mit der Planierwalze unterwegs und drucken uns von Kaulsdorf-Nord über die Neue Grottkauer Straße und den Cottbusser Platz bis nach Hellersdorf vor. Entlang der Hellerdorfer Straße erstellen wir für markante oder spekulative, anekdotische oder sonstwie auffällige Straßen- und Plattenbauzüge Bodenprofile zusammen, die an den neuraligischen Punkten der U-Bahnstationen im Projekt WAS IST DRAUSSEN? ausgestellt werden.

Unsere performative Bodenrichtwertuntersuchung in Marzahn-Hellersdorf bewegt sich zwischen den Zentren der Peripherie und legt dabei offen, was der Wert der örtlichen Lage ausmacht.

Kommunale Gutachterausschüsse ermitteln nach den örtlichen ökonomischen Bedingungen und Gegebenheiten die Quadratmeterpreise und legen damit für jeweils ein Jahr den Wert des Grund und Bodens fest, den man zu bezahlen hat, so man denn dort bauen will, kann oder darf…

Die Sprengkraft dieser Wertfindung, die eine „Lage“ zu einer guten oder zu einer schlechten macht, ist evident. Dieser Festlegungsprozess ist nach deutschem Recht eine von den Gesetzen des Marktes bestimmte Fixierung , die es ökonomisch zu ermitteln gilt und die ausdrücklich nicht nach sozialen oder gesellschaftspolitischen Erwägungen festgelegt wird!

Die Bodenrichtwertkarten bemessen sich nach der Höhe der Mieten, den erzielten Preisen durch Verkäufe und definieren alljährlich den Wert der „Lage“. Was ist „in“ und wo fängt „out“ an? Wo exakt verlaufen die Demarkationslinien ermittelter Wert-Zentren und wie weit „draußen“ liegt die Peripherie?  Wem gehört sie? Und wie kann man die kapitalen und geldwerten Spekulationsgrenzwerte sichtbar machen?

Und genau daran arbeiten wir gerade.

Ruppe Koselleck und Susanne von Bülow für
GRUND UND BODEN

Im Zentrum der Peripherie wird von der neuen Gesellschaft bildende Kunst gefördert und findet im Rahmen von Kunst im Untergrund statt.